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20.2.2018 : 22:12 : +0100

Geschichte des Sportkreises Göppingen

Die 1990-er Jahre

Der 24. Sportkreistag im Jahr 1992 fand am 03. April in der Aula der Grund- und Hauptschule Boll statt. In seinem Bericht erwähnte der Vorsitzende Wolfgang Bernecker, daß die seit neun Jahren als ehrenamtliche Geschäftsführerin für den Sportkreis tätige Gudrun Klose seit Januar 1990 als Halbtagskraft hauptamtlich angestellt ist. Mit dem Sportkreis Löbau in Sachsen wurde im März 1991 eine Partnerschaft eingegangen. Eine Delegation des Sportkreises Göppingen war im Oktober 1991 in Löbau zu Gast. Weitere Themen im Berichtszeitraum waren „Kirche und Sport", Kooperation Schule-Sportverein, „Frauen im Sport" und der Freizeitsport. 1992 wurde der Förderverein Marathon für die Durchführung der Lauf-Veranstaltung gegründet.

Ein außerordentlicher Sportkreistag wurde in Gruibingen am 1.10.1993 durchgeführt mit dem Ziel, den Sportkreis, bis dahin eine unselbstständige Untergliederung des WLSB in einen selbstständigen Verein umzuwandeln. Die vorgeschlagene Satzung wurde mit einigen Änderungen akzeptiert. Der Fachverbandsvertreter Theo Renfftlen, Turngau Staufen wurde in geheimer Wahl gewählt. Neu ins Amt werden gewählt: Der Stv. Vorsitzende Karl-Heinz Schneider, die Frauenreferentin Marianne Heinichen, die Vereinsvertreter Klara Matschke-Lamparter, Manfred Grau und Paul Wehling.

In die Turnhalle des TSV Adelberg-Oberberken wurde zum 25. Sportkreistag am 07. April 1995 eingeladen. Der erste Vorsitzende Wolfgang Bernecker berichtete, dass der 1993 als rechtlich selbstständiger Verein gegründete Sportkreis e.V. am 5. Januar 1994 unter der Nummer VR 900 ins Vereinsregister des Amtsgerichtes Göppingen eingetragen wurde. Interessant war die Veröffentlichung von Zahlen über die Leistung der ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen im Sportkreis Göppingen pro Jahr:
In 240 Vereinen je 15 Führungskräfte im Schnitt 8 Stunden pro Monat
        345.600 Std.
780 lizensierte Übungsleiter/innen im Schnitt 200 Stunden pro Jahr
        156.000 Std.
2000 nicht lizensierte Übungsleiter/innen im Schnitt 100 Stunden pro Jahr
        200.000 Std.
Gesamtstunden pro Jahr
        701.600 Std.
Kostenrechnung:
1 Std. á DM 15,00        10.524.000,00 DM


1996 – 50 Jahre Sportkreis Göppingen e.V.

Der Höhepunkt 1996 war das 50jährige Jubiläum des Sportkreises Göppingen e.V.  Gleich drei Fest-Veranstaltungen wurden aus diesem Anlaß durchgeführt.

Am 16. März 1996 wurde der 11. Ball des Sports in der Donzdorfer Stadthalle gefeiert. Ehrengäste waren der damalige Innenminister und MdL Frieder Birzele, MdB Klaus Riegert und MdL Hermann Seimetz.

Am 1. Juni 1996 lud der Sportkreis zu einer Matiné in das katholische Gemeindehaus nach Süßen ein, wo vor genau 50 Jahren der Sportkreis Staufen, der erste nach dem Krieg in Württemberg, gegründet wurde. Der Vorsitzende Wolfgang Bernecker wurde aus Anlass des Jubiläums mit der Staufer-Medaille gewürdigt.

Viele Männer der ersten Stunde, die mit Rat und Tat zugepackt hatten, waren anwesend. Unter ihnen war Alois Funk, der 42 Jahre an verantwortlicher Stelle wirkte. Als Kenner der gesamten Geschichte des Sportkreises schilderte er in eindrucksvollen Worten den schwierigen Neubeginn. Zu den Ehrengästen zählte auch Inge Zettler aus Geislingen, Witwe des ersten Sportkreis-Vorsitzenden. Der Präsident des Landessportbundes Rolf Thieringer hielt die Festrede, musikalisch wurde die Matiné vom Spielmannszug des TSV Süßen sowie von der Kolpingmusikschule Süßen begleitet. Sportlich aufgelockert wurde die Veranstaltung durch die TGW Gruppe des TV Faurndau und vom TSV Gruibingen mit einer Step-Aerobic.

Am Sonntag, den 22. September wurde im Eislinger Eichenbachstadion das große Benefizsportfest aus Anlass des Sportkreisjubiläums gefeiert. Über 1000 Aktive und viel Sportprominez waren zu Gast. Zum Sternlauf ins Eichenbachstadion waren etwa 700 Teilnehmer gemeldet. Sponsoren gaben je Teilnehmer 50 DM für soziale Zwecke. Startpunkte für den Sternlauf waren Donzdorf, Heiningen, Schlat, Gingen, Uhingen und Rechberghausen. Das Motto der Veranstaltungen lautete: „Fröhliche Spiele zum Mitmachen". Am Schluss kamen dann gut 47.000 DM an Spenden zusammen, die verschiedene Hilfsorganisationen im Kreis Göppingen erhielten.

Neue Räume konnten Sportkreis und Sportkreisjugend im Herbst 1996 beziehen. Die ehemaligen vier Offiziershäuser der Amerikaner in der John-F.-Kennedy-Straße sollten abgerissen werden, da sie für Wohnzwecke nicht geeignet erschienen. Glücklicherweise blieben sie erhalten. Sie wurden renoviert und außer dem Sportkreis Göppingen zogen der Handballbezirk, der Stadtverband für Leibesübungen und der Turngau Staufen in zwei dieser Häuser ein. Die Gebäude mit den Nummern 32 und 34 wurden für zehn Jahre von der Stadt Göppingen gemietet. Die Kosten der Renovierung, insgesamt 80.000 DM mußten von den Mietern getragen werden. Ab jetzt hatte der Sportkreis größere und hellere Räume für seine Geschäftsstelle. Am 19.10.1996 wurden die beiden Häuser des Sports offiziell eingeweiht.


„Der Sportverein nach der Jahrtausendwende" war der Leitsatz des Sportforums, das der Sportkreis Göppingen e.V. im Jahr 1997 veranstaltete. In dieser Veranstaltung wurde der Frage nachgegangen, ob der Sport seine sozialen Aufgaben auch über die Jahrtausendwende weiterhin erfüllen kann. Der Sportkreis unter Federführung von Karl-Heinz Schneider hatte zu dieser Podiumsdiskussion in den Sitzungssaal der Kreissparkasse geladen. Auf dem Podium waren vertreten: Die Landtagsabgeordneten Dietrich Birk und Frieder Birzele, Landrat Franz Weber, der Bürgermeister von Lauterstein Gebhard Mangold und der Präsident des Württembergischen Landessportbundes Stefan Schlegel. Die Vertreter der Vereine waren Professor Helmut von Eiff vom Ausdauersportteam Süßen, Rolf Widmaier vom TV Uhingen und Ulrich Hildebrand von der TSG Eislingen. Gut 100 Personen, allesamt Vertreter von Vereinen, Fachverbänden, aus Kommunen und Kirche sowie Ehrengäste konnte der Sportkreisvorsitzende Wolfgang Bernecker begrüßen. Das Hauptthema der Veranstaltung war die Finanzierung und die Förderung der Vereine, wobei die Vereinsvertreter die Fragen stellten, wie und mit welchen Mitteln man zukünftig über die Runden kommen könne. Festgestellt wurde, dass im Jahr 1997 38,5 Millionen Mark weniger für die Sportförderung ausgegeben wurden als ein Jahr zuvor. Die Politik müsse erkennen, dass der Sport dem Staat auch etwas biete. Durch die Veranstaltung führte Jens Gieseler, zur Auflockerung trug der Kabarettist Klaus Birk bei.

Am 24. April 1998 fand in der Turnhalle des Turnvereins Faurndau der 26. Sportkreistag statt. In seinem Bericht ließ der Vorsitzende Wolfgang Bernecker nochmals die letzten drei Jahre Revue passieren, insbesondere das Jubiläumsjahr 1996. Als Öffentlichkeitsreferent wurde Bernhard Eichhorst gewählt, als Vereinsvertreterin Monika Müller. Neu eingeführt wurden von Karl-Heinz Schneider die Begrüßungsabende für alle Vereinsvorsitzenden und Vereinskassierer, die neu in ihr Amt gewählt wurden. Ihnen will der Sportkreis Hilfestellung für ihre ehrenamtliche Tätigkeit geben im Bereich Vereinsführung, Haftung und Versicherungsfragen, Vereinsförderung und Fördergelder aber auch bei Themen wie Ehrungen von verdienten Mitarbeitern.

Am 20.März 1999 fand der 14. Ball des Sports in Donzdorf statt. Öffentlichkeitsreferent Bernhard Eichhorst war es gelungen, die NWZ und die GZ zur Mitarbeit zu gewinnen. Ein ansprechendes Logo wurde von der NWZ erstellt. Als Sponsor erklärte sich die Volksbank Göppingen bereit, so dass ein hochwertiges Programm finanziert werden konnte und die gewählten SportlerInnen Preisgelder erhalten konnten.